Auf ein Neues!
Das Jahr 2025 ist Geschichte, und nun geht gewissermaßen alles wieder von vorne los.
Leider lösen sich die kleinen und großen Probleme durch den Jahreswechsel nicht einfach so in Luft auf, aber allein der Gedanke daran, dass der ganze private und globale Mist auf dem Weg ins neue Jahr einfach falsch abgebogen und plötzlich verschwunden sein könnte, ist schon verlockend, aber leider auch reine Wunschvorstellung.
Neulich hatte ich eine echt schöne Begegnung mit einem Waldkauz. Er (oder sie?) saß da auf einem abgestorbenen Baumstamm und strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Für einen Moment war ich fast etwas neidisch auf die Eule. Die ganzen Themen, die mich im Alltag fordern und auch überfordern, sind dem Waldkauz höchstwahrscheinlich ziemlich fremd. Da verspürte ich fast den Wunsch, mal mit der Eule tauschen zu dürfen.
Dann müsste ich mir allerdings jeden Tag aufs Neue mein Essen erkämpfen, mich vor Feinden verstecken und immer damit rechnen, dass ich von bauwütigen Menschen aus meinem Zuhause vertrieben werde – auch keine erstrebenswerte Alternative.
Aus dieser Perspektive betrachtet, geht es uns hier doch noch ziemlich gut, und ich möchte weder mit dem Waldkauz, noch mit jemand anderem aus einer anderen Ecke der Welt tauschen.
Aber das Jahr 2025 hat uns aufgezeigt, wie schnell sich Dinge verändern können. Den täglichen Kampf um Nahrung, für Freiheit und gegen Vertreibung führt nicht nur der Waldkauz, sondern diese Themen rücken immer näher auch an uns heran.
Trotz – oder vielleicht auch wegen – dieser düsteren Aussichten wünsche ich euch ein gutes, friedliches und hoffnungsvolles Jahr 2026!
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