Ich versuche mich ja nur hin und wieder mal in der Vogelfotografie, aber Gelegenheit macht eben doch … Vogelfotografen!
Was war passiert? Inspiriert durch einen Zeitungsartikel und einen Fotovortrag machten meine Frau und ich uns auf den Weg ins Taubergießen bei Rust, ein schönes, renaturiertes Naturschutzgebiet an einem Altrheinarm. Die Kamera hatte ich im Gepäck, aber keine Erwartungen auf großartige Motive.
Nach einigen Minuten Fußmarsch waren zu unserer Überraschung gleich eine ganze Handvoll Silberreiher zu sehen. Diese Reiherart ist ja hierzulande meist nur auf der Durchreise und gelegentlicher Wintergast – wobei ich mich hier gerne von Vogelexperten belehren lasse. Einen Reiher konnten wir besonders gut bei der ausgiebigen Gefiederpflege beobachten. Hinter der Uferböschung waren wir wohl ausreichend versteckt, so dass er sich gar nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Nach einigen Minuten schien sich der Reiher bereit für den Weiterflug zu machen – und tatsächlich, ein kurzes Anruckeln und ab ging’s! Mein großes Glück: die Kamera war im Anschlag, die Belichtungszeit kurz, der Reiher flog exakt im rechten Winkel zur Kameraposition ab. So gelangen ein paar schöne Aufnahmen, die in Schwarz-Weiß besonders gut aussehen!



Wenige Tage später habe ich das Glück nochmal herausgefordert und bin in die Petite Camargue geradelt. Was gab es dort zu sehen? Leider keine Silberreiher, sondern „nur“ Kormorane und verschiedene Entenarten. Trotz viel Geduld hatte ich am Ende nur ein halbwegs gelungenes Actionfoto vorzuweisen. Der Anflug des Kormorans war nicht im perfekten Winkel – das Glück ist einem nicht immer hold.

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