Streifzüge durch Frankfurt

Frankfurt – die Hessenmetropole oder „Mainhatten“, wie mir im Erdkundeunterricht einmal beigebracht wurde – kennen viele nur von kurzen Zwischenstopps. Sie haben mal die Messe oder eines der Museen besucht und kurz einen Blick auf die Skyline geworfen.

Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder kurze Abstecher nach Frankfurt gemacht und mir jedes Mal ein anderes Viertel vorgenommen. In diesem Beitrag schaue ich an Orten vorbei, die man vielleicht leicht übersieht… und lande am Ende doch an der Flößerbrücke mit Blick auf die Skyline!

Die Stadt geht ja hoch hinaus, aber wir starten unterirdisch: in der U-Bahnstation Westend. Die erleuchteten Säulen weisen bereits den Weg Richtung Palmengarten. Und wenn die U-Bahn abgefahren ist, herrscht für ein paar Augenblicke ungewohnte Ruhe, bevor die nächsten Fahrgäste eintrudeln.

Mit der nächsten U-Bahn fahre ich in die Innenstadt. Frankfurt hat ja viele äußerst sehenswerte Museen. Eines hat es mir besonders angetan: das Museum für Moderne Kunst (MMK).  Egal, was für eine Ausstellung gerade läuft, ein Besuch lohnt sich schon wegen der postmodernen Architektur. Von außen hat es die Form einen Tortenstücks, von innen bieten sich immer wieder neue Perspektiven, und wer gerne grafische Motive fotografiert, kann sich hier austoben!

Wenn wir schon bei schicken Perspektiven sind, schauen wir noch im sogenannten Juniorhaus vorbei, einem der ersten Hochhäuser Frankfurts (Baujahr 1951), heute ein Bürogebäude von vielen. Wobei der Begriff „Hochhaus“ heute irreführend ist: es ist nur 35 Meter hoch, kann aber dafür mit einem ovalen Treppenhaus beeindrucken.

Weiter geht es nun durch die Straßen des Financial Districts. An manchen fotogenen Ecken läuft man fast vorbei. Die gebogenen gelben Lampen am Skyper Hochhaus hätte ich fast verpasst. Sie sind auch noch relativ neu, der Künstler Jeppe Hein hat sie erst 2024 installiert. Aus der Froschperspektive bieten sich schöne Kontraste zu den umliegenden Gebäuden.

Der Blick nach oben lohnt sich auch wieder zwischen Japan Center und Commerzbank-Tower nur einen Block weiter.

Mein Weg führt mich weiter Richtung Main. Dort befindet sich nicht nur das relativ neue Wohnquartier „Westhafen“, sondern auch das „größte Apfelweinglas der Welt“, der Westhafen Tower.
Nun mache ich mich auf zu einem längeren Spaziergang Richtung Europäischer Zentralbank (EZB) immer am Mainufer entlang. Nach nur wenigen Schritten unterquere ich die Friedensbrücke. Passend zum Namen wird hier durch ein Wandbild an die schrecklichen Vorgänge in Hanau im Jahr 2020 erinnert.

Es dämmert bereits, als ich an der EZB ankomme. Dort wurde meines Wissens nie mit Bananen gehandelt, auch wenn der Waggon anderes vermuten lässt :-).

Mittlerweile ist die Sonne untergangen. Die blaue Stunde ist natürlich die perfekte Zeit, um den Rundgang abzuschließen und den Blick auf die Skyline zu genießen. Die Bilder sind von der Flößerbrücke und der Ignatz-Bubis-Brücke aus entstanden. Ein Experiment mit Zoom-Effekt ist auch dabei.

Mit dem letzten Tageslicht mache ich mich auf den Weg zurück zum Bahnhof.
Wer noch mehr Bilder aus Frankfurt sehen möchte, dem sei dieser Beitrag von Stefanie ans Herz gelegt, mit weiteren Nacht-Ansichten von Frankfurt.


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