sogesehen – Monatsfoto Februar 2026

Ein Baum mit Durchblick, dazu herrlich verschneite Landschaft – dieses Motiv habe ich auf der Oberen Stuhlsebene in der Nähe des Belchens gefunden. Der Weidbuchenpfad führt dort entlang – er ist zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ziel! Blöd nur, dass ich ohne Schneeschuhe unterwegs war; auf dem Weg hinauf bin ich immer wieder eingesunken und hätte beinahe ich auf dem Absatz kehrtgemacht. Zum Glück habe ich dann eine Spur von anderen Schneeschuhwanderern gefunden, der ich folgen konnte.

Knapp fünf Jahre zuvor hatte ich schon einmal dort fotografiert – da musste ich den Baum im Hintergrund noch „unter der Achsel“ platzieren. Der Zahn der Zeit hat also kräftig an der Weidbuche genagt. Wie sie wohl in weiteren fünf Jahren aussehen wird?

Bei Weidbuchen handelt es sich übrigens um Rotbuchen, die durch Vieh-Verbiss in jungem Alter gezwungen werden, mehrfach auszutreiben. Dadurch ergibt sich eine breite Basis mit mehreren Stämmen, die dann später wieder verwachsen – so entsteht die typische knorrige Form.

Ich rätsele noch, warum einige Zweige im Winter noch Blätter tragen, während der Rest kahl ist. Vielleicht hat da jemand eine Idee?


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4 Kommentare zu „sogesehen – Monatsfoto Februar 2026

  1. Hallo, Henning.

    Glückwunsch zu den meisterhaften Fotos! Der Aufwand hat sich gelohnt. Zu Deiner Frage: wir haben selbst eine Buche im Garten. Es sind immer die unteren und stammnahen Äste, die im Winter ihre Blätter halten. Meine Theorie: Buchenrinde ist stark sonnenbrandgefährdet. Ungeschützt kann die Rinde im Winter aufplatzen. Wir haben das in einem Winter mal beobachtet. Meine Theorie wird gestützt durch das Sterben der alten Buchen vom Entegast von Schopfheim. Als Förster dort viele Buchen fällten, starben die anderen, weil sie in den Trockensommern 2018/19 ungeschützt waren. Buchen sind Sensibelchen. Beste Grüße, Gerald

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  2. Ein sehr schönes Bild von einem meiner Lieblingsplätze im Schwarzwald – vielen Dank, Henning! Und dass es mit diesem wunderbaren Baumexemplar stetig bergab geht, konnte ich im Laufe der Jahre leider auch feststellen – übrigens ein ziemliches Problem, denn es kommen überhaupt nicht genügend Weidbuchen nach. Der Trend ist eindeutig negativ, was ökologisch aber ganz offensichlich auch landschaftlich-ästhetisch ein herber Verlust ist… Aber Du hast der Weidbuche hier ein tolles Denkmal gesetzt!

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