Pastell: Farben des Sommers

Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Farben. Der Herbst mit seinen warmen Rottönen, der Winter klassisch in Weiß, flankiert von Rot und Grün zur Weihnachtszeit und dann der Frühling! Rote Erdbeeren, gelbe Narzissen, das frische Grün an den Bäumen und ein strahlend blauer Himmel.

Und der Sommer? Dieser erscheint überraschend unbunt. Der Himmel in einem diffusen Blau, der Fernblick oft diesig, und die Wiesen von der Sonne verbrannt.

Fotografisch ist diese Jahreszeit eine echte Herausforderung. Um der Hitze zu entkommen, flüchte ich daher oft in den Wald. Dies macht das Ganze jedoch nicht einfacher. Unzählige Varianten von Grün gepaart mit harten Schatten machen das Fotografenleben nicht leichter.

Dies ist der richtige Moment, mich vom „großen Ganzen“ zu lösen und das Schöne im Detail zu suchen.

Bei Sommer und Farben denkt man automatisch an leuchtend gelbe Sonnenblumen, blaues Meer und rote Tomaten. Auch ich mag „knallige“ Farben, sie verbreiten eine fröhliche Stimmung und machen auch an einem regnerischen Sommertag gute Laune. In der freien Natur jedoch findet man diese Signalfarben eher selten. Hier gibt im Sommer eine eher weiche Farbpalette den Ton an: Pastell

Wer mich kennt oder meine Blogs verfolgt hat wird feststellen, dass Insekten bisher nicht zu meinen favorisierten Fotomotiven gehörten. Meine Portraits beschränkten sich eher auf den Homo sapiens, zwischendurch auch mal einen Hund oder eine Ente.

Da kann ich nur sagen, SCHADE! Da habe ich jahrelang, nicht nur fotografisch, richtig was verpasst. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle Horst und Sebastian 🙂

Taucht man erst einmal ein in diese eigene faszinierende kleine Welt, dann bekommt man auch einen anderen Blick auf die Große. Eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf den nächsten Makrospaziergang an einem Hochsommertag, an dem es heißt: Die Natur trägt Pastell!

6 Kommentare zu „Pastell: Farben des Sommers

  1. Makro macht Spaß, genau! Ich habe mir kürzlich ein dickes Buch zu dem Thema gekauft (von Kyra und Christian Sänger) und schmökere gerade drin. Das macht richtig Lust, sich noch intensiver mit der Materie zu befassen. Dem Thema Farbe ist in dem Buch übrigens ein eigenes Kapitel gewidmet (okay, Unterkapitel…). Am besten wird sein, wir verabreden uns mal zu einer Makro-Sitzung und lernen gemeinsam dazu. Was mich derzeit am meisten reizt, ist der Einsatz des Blitzgeräts und der Aspekt der Schärfentiefe. Da gibt es viel zu lernen… Danke auf jeden Fall für den schönen Artikel und die zusätzliche Motivationssteigerung!

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    1. Dein Angebot, Sebastian, nehme ich gerne an! Was den Einsatz eines Blitzgeräts betrifft, bin ich völliger Anfänger und die Schärfentiefe ist immer ein großes Thema. Gerade wenn diese sehr gering ist, kommt es auch immer darauf an wo sie liegt, sonst ist die ganze Bildaussage futsch.
      Danke auch für den Buchtipp 🙂

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  2. Stefanie, danke für Deine Motivation auch im Hochsommer solche schönen Pastellfarbene Makrofotos zu machen! Ich fotografiere schon sehr lange, damals noch Analog mit Balgengerät und Blitz, jetzt reizt es mich auch mit der Spiegellosen mal loszuziehen und gerne auch mit Sebastian und Dir gemeinsam nach kleinen Motiven ausschau zu halten. Schöner Beitrag von Dir!

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    1. Vielen Dank, Rainer. Es freut mich, dass so ein erfahrener Fotograf Freude an meinem Beitrag hat, ein besseres Lob kann es für mich gar nicht geben. Sehr gerne können wir mal zusammen losziehen, es würde mich freuen. Du bist ja mit Sebastian in Kontakt.
      Viele Grüße aus dem Wiesental und bis bald.

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  3. Hallo Stefanie,

    ich finde deine Pastellfarbenfoto – Idee ganz großartig auch als Kontrast zu vielen Standard-Sommerbilder mit knalligen Farben und strahlend blauem Himmel. An dieser Art Fotos gefällt mir besonders, dass man das Hauptmotiv vor dem verschwommenen Hintergrund so gut hervorheben kann. Ich fotografiere auch schon, wie mein Vorkommentator Rainer, sehr lange, ca. 50 Jahre, 45 davon mit eigener Ausrüstung und habe in dieser ganzen Zeit immer wieder solche Pflanzenmotive mit und ohne Insekten fotografiert; es macht einfach Spaß. Über Makrofotografie habe ich auch ein Buch von Kyra und Christian Sänger. Dort findet man viele tolle Anregungen und auch Techniktipps. Seit ein paar Jahren experimentiere ich mit mehreren Blitzgeräten gleichzeitig. Das macht auch sehr viel Vergnügen.
    Vielen Dank für deinen schönen Artikel.

    Viele Grüße aus dem schönen mittleren Wiesental
    (mit vielen tollen Motiven direkt vor der Haustür)

    p. s.: Dein Foto in der Zeitung mit Sebastians Fotowandertruppe ist sehr gelungen. Besonders hat mich die Halbdiagonale der immer größer werdenden Stative, die dann in seinem ausgestreckten Arm endet, amüsiert.

    Uli

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    1. Hallo Uli,
      vielen lieben Dank für den sehr netten und ausführlichen Kommentar. Ja, mit Makroobjektiv und offener Blende unterwegs zu sein, macht richtig viel Spaß. Die Welt der Blitze ist für mich noch fremd, aber ich sehe schon, damit sollte ich mich mal beschäftigen. Wäre sicher was für trübe Herbsttage. Vielleicht hast Du ja mal Lust, mit mir das Wiesental unter die Lupe zu nehmen.

      Es freut mich, dass Du den Artikel über Sebastian in der Zeitung gesehen und offensichtlich genauer gelesen hast 😉

      Grüße
      Stefanie

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