sogesehen – Monatsfoto Juni

Ungewohnt kühl und nass sind sie gewesen, die zurückliegenden Frühlingswochen des Jahres 2021. So etwas kannte man gar nicht mehr, jedenfalls nicht im südwestlichen Teil Mitteleuropas, wo das Wetter in den letzten Jahren oft schon im März regelrecht sommerlich war.

Der Mensch neigt ja oftmals dazu, die Dinge zu bewerten, die er (oder sie) um sich herum erlebt und wahrnimmt. Und natürlich bleibt es nicht aus, dass die Meinungen auseinander gehen. Für die einen war das nasse Frühjahr eine Wohltat (insbesondere diejenigen unter uns, die einen Garten oder gar eine Landwirtschaft ihr eigen nennen). Für die anderen hingegen eine große Ungerechtigkeit, wo man sich doch nach so viel Lockdown und (vermeintlich) schlimmen Einschränkungen im Alltagsleben so sehr auf die Natur und den Aufenthalt im Freien gefreut hatte.

Wie auch immer man das Wetter im April und Mai nun bewertet, eines sollte klar sein: Es begründet keinen neuen Trend, sondern ist allenfalls ein kleiner „Ausrutscher“ in Richtung dessen, was in der Vergangenheit der langjährige Durchschnitt in punkto Temperatur und Niederschlag war. Machen wir uns nichts vor: Es wird weiter immer wärmer und trockener werden.

Und was hat es nun mit dem einsamen Windrad auf sich? Tja, dazu darf sich jetzt jede und jeder eigene Gedanken machen. Ich für meinen Teil freue mich schon auf Kommentare und den (kontroversen?) Austausch von Sichtweisen und Meinungen!

Veröffentlicht von Sebastian

Geographer, naturalist and photographer (www.schroeder-esch.de). Based in Germany, but always keen to travel and explore

2 Kommentare zu „sogesehen – Monatsfoto Juni

  1. Ein stimmungsvolles Landschaftsfoto mit einem Windrad – ich könnte es mir nun einfach machen und eine kontroverse Diskussion darüber starten, ob diese modernen Windmühlen in ein schönes Landschaftsfoto gehören oder nicht.
    Aber in deinem Artikel, Sebastian, geht es gar nicht um ein schönes Foto (wobei mir diese Stimmung ausgesprochen gut gefällt), sondern um viele wichtige Fragen unserer Zeit – Die Ernteausfälle durch zu nasses oder zu trockenes Wetter, Corona, der Klimawandel, die Energiewende, Windräder auf den schönen Schwarzwaldhügeln.
    So unterschiedlich die Themen auch sind, hängen diese doch alle irgendwie miteinander zusammen. Lange Zeit hieß das Motto „Strom sparen“. Heute prägen Schlagwörter wie: Digitalisierung, Elektromobilität und Smart- Home unseren Sprachgebrauch und alle benötigen dafür eins: STROM.
    Neuerdings plädieren viele wieder für den „klimafreundlichen“ Atomstrom. Ich bin jedoch der Meinung, dass wenn man hier eine realistische Preisermittlung machen würde (inklusive Endlagerung, Polizeiaufgebote bei Castortransporten und Rückbau der Anlagen) diesen Strompreis niemand bezahlen möchte.
    Die Windenergie hat sicher auch ihre Schattenseiten und ich kann die Kritiker sehr gut verstehen. Ich würde die Dinger auch am liebsten in Industriegebieten sehen, denn dort stören sie weder Mensch noch Vogelwelt, aber leider weht dort selten Wind!
    Danke Sebastian, für deinen Beitrag und auch ich freue mich auf weitere Kommentare und Meinungen 🙂

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  2. Hi Sebastian
    Mir gefällt das Foto außerordentlich gut. Der Artikel regt definitiv zum Nachdenken an. Ich bin jemand der einen großen Garten sein eigen nennen darf und wenn man sieht wie die letzten Jahre dem Boden zugesetzt haben wird einem Angst und Bange. Auch bei den Waldarbeiten ist das fällen von Tot, bzw Käferholz vermehrt in den Vordergrund getreten. Ich für meinen Teil hoffe tatsächlich auf ein umdenken unsererseits um wenigstens für zukünftige Generationen das ganze erträglich zu halten. Aber das ist eine Hoffnung und die stirbt ja bekanntlich zuletzt. Viele Grüße Horst

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