Grazile Killer

Es folgen drei Episoden rund um einen meiner Lieblingsvögel, die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisea). Trotz des „paradiesischen“ wissenschaftlichen Namens fällt sie nicht durch besondere Buntheit oder ein extravagantes Federkleid auf. Was mich an ihr fasziniert, ist eher ihre Silhouette, ihre Art zu fliegen, und was man über ihre Lebensweise weiß. Und die Orte, an denen man„Grazile Killer“ weiterlesen

Wilde Tiere ganz nah

Manchmal ist man draußen in der freien Natur unterwegs und kommt sich doch vor wie im Zoo. Die gängige Annahme, dass es einerseits Haustiere (lassen einen nah ran) und andererseits Wildtiere (rennen immer sofort weg) gibt, wird dann auf eine harte Probe gestellt. In der Fachsprache bezeichnet man dieses Phänomen als „Habituierung“: Das heißt nichts„Wilde Tiere ganz nah“ weiterlesen

Was machen die da?

Die Szene: Eine Handvoll Männer steht herum auf einer Art Plattform, über ihnen der abendlich-blaue Himmel. Sie sind mehr oder weniger jung, mehr oder weniger sportlich, ja teilweise athletisch. Alle tragen Hemd und Jeans in einer Mischung aus coolem, ländlichem Chic und Arbeitskleidung. Das Rätsel: Wer sind sie und was tun sie da? Tun sie„Was machen die da?“ weiterlesen

sogesehen – Monatsfoto September

Ein Maimorgen am Stadtrand von Haapsalu im Nordwesten von Estland. Obwohl es noch früh am Tag ist, steht die Sonne bereits über dem Horizont. Die Ohrentaucher, für die ich eigentlich hergekommen bin, lassen sich nirgends blicken. Also fahre ich mit dem Mietwagen im Schritttempo weiter auf dem Asphaltsträßchen am Rande des Gewerbegebiets auf der Suche„sogesehen – Monatsfoto September“ weiterlesen

sogesehen – Monatsfoto Juli

Was zeigt dieses Bild? Eine Landschaft mit Schnee und Eis, karg und unwirtlich, davor eine große Wasserfläche. Menschliche Spuren sind nicht zu sehen, also vielleicht eine unberührte Wildnis? Winter? Weit gefehlt: Die Aufnahme ist auf Spitzbergen (Svalbard) entstanden, dem zwischen Europa und dem Nordpol gelegenen Archipel. Es ist Mitte Juni, also Frühsommer, doch hier in„sogesehen – Monatsfoto Juli“ weiterlesen

In der Kinderstube der Spechte

Flaniert man in diesen Spätfrühlingstagen so durch unsere mitteleuropäischen Wälder, kann man hin und wieder lautes Fiepen und Zwitschern vernehmen. Kein normaler Vogelgesang, sondern die eindringlichen Bettelrufe junger Vögel, die gefälligst ihre hungrigen Mägen gefüllt bekommen wollen. Am lautesten tun das die kleinen Spechte. Und weil sie bekanntlich in Baumhöhlen (selbstgezimmert!) brüten, die sich oftmals„In der Kinderstube der Spechte“ weiterlesen

Kultur / Landschaft

Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich phasenweise viel Zeit draußen verbringe. Ich laufe oder fahre durch Wiesen, Wälder, Dörfer und manchmal auch Städte oder Gewerbegebiete, immer auf der Suche nach bestimmten Tieren, die ich nachweisen und dokumentieren soll. Nicht immer gibt es viel zu tun, wenn ich so im Lande umherstreife, und so„Kultur / Landschaft“ weiterlesen

Lugansk, 2010

Ich reise mit dem Nachtzug aus Kiew an. Ich bin zum ersten Mal in Lugansk (Luhansk), ja zum ersten Mal überhaupt im Osten der Ukraine, dem Donbass. Mein Russisch ist dürftig, mein Ukrainisch (das ich hier ohnehin nicht brauchen würde) gar nicht erst vorhanden. Daher bin ich froh, dass man mich vom Bahnhof abholt. Es„Lugansk, 2010“ weiterlesen

Reif.

Frankreich. Osten. Jura. Durchreise. Januar. Winter. Morgen. Kalt. Ebene. Feucht. Kalt. Lange. Trüb. Windstill. Starr. Frost. Dauer. Reif. Rauh. Düster. Höher. Heller. Wandlung. Graduell. Pastell. Gedämpft. Schicht. Decke. Unter. Watte. Perspektive. Ahnung. Verheißung. Hell. Blau. Heller. Weißer. Blauer. Ausblick. Konturen. Minimal. Markant. Sichtbar. Überzug. Weiß. Hell. Nadeln. Gefroren. Eis. Kristalle. Grafisch. Hell. Märchenhaft. Unwirklich. Fein.„Reif.“ weiterlesen

Mein Dezember-Schwarm

Welche Zeit des Jahres ist die trübste, dunkelste, freudloseste? Allgemein sagt man ja, das seien der November und der Dezember. Die Tage sind kurz, das Wetter oft nass und grau. Das volle Depri-Programm. Noch bis vor ganz kurzem hätte ich mich dieser Meinung ohne Umschweife angeschlossen, ganz klar. Und dann plötzlich der Sinneswandel. Wie es„Mein Dezember-Schwarm“ weiterlesen