sogesehen – Monatsfoto März

Wenn man im März die Milchstraße fotografieren möchte, muss man sehr früh aufstehen – und wenn ich sage sehr früh, meine ich 2:00 Uhr. Zum zweiten muss man sich sehr warm anziehen, da dort wo ich zu fotografieren gedenke, ein unangenehm frisches Lüftchen weht. Naja, wohl eher ein saukalter Wind.

Also erst mal nen Liter Kaffee tanken, Kumpel abholen (der wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt an meiner gestigen Gesundheit gezweifelt hat) und dann hinauf auf die Schwarzwaldhochstrasse, zum Mummelsee und dann hoch auf die Hornisgrinde.

Es stimmt schon, es war saukalt, sauwindig, aber wunderschön, und zwar so schön, dass das Fotografieren fast zur Nebensache wird.

Wenn ich dort unter dem Sternenzelt stehe und hinaufblicke, werde ich mir immer bewusst, wie klein und vielleicht unbedeutend wir doch sind. Dennoch erfüllt es mich immer mit einem tiefen Frieden angesichts dieser Vielfalt und Tiefe. Vielleicht sollten die Mächtigen dieser Welt einfach mal ihren Blick nach oben wenden, und vielleicht erfüllt sie dann der gleiche tiefe Frieden, der mich immer erfüllt bei diesem Anblick, und ganz vielleicht, erwärmt es ihr Herz und sie bedenken einige ihrer Entscheidungen.

Ich weiß ich träume, doch angesichts der momentanen Lage ist es ein schöner, vielleicht verzweifelter und naiver Traum, aber ich hoffe er geht in Erfüllung. Schnell.

In diesem Sinne bleibt neugierig. PEACE

16 Kommentare zu „sogesehen – Monatsfoto März

  1. Hallo Horst, ein starkes Bild, trotz der widrigen Bedingungen.
    Mir geht es bei klarem Nachthimmel genau wie dir. Das letzte Mal beim Fotografieren des letzten bei uns sichtbaren Kometen.

    Bleibt zum Schluss nur zu hoffen, dass die zur Zeit Kriegsverantwortlichen weltweit bald viele Momente bei klarem
    Sternenhimmel haben werden. Wir selber können aber auch etwas tun bei den verschiedensten Spendenaktionen.

    Ich selbst hatte meinen Pick Up dieses Wochenende bei Hilfstransporten im Einsatz.

    Grüße, Uli

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  2. Einfach wundervoll. Da merkt man erst wie winzig wir eigentlich sind. Die Ruhe um solch eine Uhrzeit ist einfach wunderbar.
    Zu sehen wie alles erwacht und wieder ein neuer Tag beginnt erfüllt einen mit Ehrfurcht.
    Sehr gelungen eingefangen.

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  3. Ja zum Glück können wir Träumen und Hoffen.
    Wie sagt man so schön, „der Gedanke eilt voraus „. Wenn das gaaaanz viele machen würden, sollten die Chancen für ein friedlicheres Zusammenleben nicht schlecht stehen.
    Vielen Dank für den schönen Sternenhimmel.

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