Schottische Weit.sichten

Manchmal reicht ein einfaches Foto nicht für eine Landschaft. Erst ein Panorama bringt sie auf den Punkt. Das Auge umarmt die Landschaft im Panorama gleichermaßen. Auf dem Weg nach Schottland öffnete sich am Abend vor uns diese wunderbare stimmungsvolle Landschaft im Lake District.

Schottland ist reich an solchen Orten, wo das Auge am liebsten gleichzeitig in alle Richtungen blicken würde. Talisker Bay assoziieren die meisten Whisky-Freunde sicher mit der gleichnamigen Distillery einige Kilometer entfernt. Die Bay wird aber von viel weniger Menschen besucht, obwohl sie landschaftlich wunderschön ist.

Zu den vielen landschaftlichen Höhepunkten auf der Isle of Skye gehört unzweifelhaft Neist Point Lighthouse. Von hier fällt der Blick auf die Inseln der Äußeren Hebriden.

Die Landschaft zeigt sich als Komposition. Tucholsky würde sagen: „Es ist wie erstarrte Musik in diesen Höhenzügen.“ Das Spiel der Formen auf der Isle of Skye, die unendlich vielen Grüntöne, die stete Präsenz des Meeres bestimmen die Blicke in immer neuen Variationen.

Gleichzeitig wird im Bild die Landschaft zur Miniatur. Die Weite wird überschaubar. So einen weiten Blick lassen unsere Augen in der Natur nicht zu. Das Panorama setzt alles ins Verhältnis. Der Blick fällt hier von Rhuba Hunnish auf den nördlichsten Zipfel der Isle of Skye. Kaum ein Tourist verläuft sich hier her.

Im Panorama öffnen sich weite Räume, Stimmungen und Perspektiven. Das Gefühl wächst mit der Weit.sicht mit. In den Highlands wechselt das Wetter und die Stimmungen manchmal innerhalb von wenigen Stunden. Der immer wieder aufziehende, tiefhängende Nebel gibt der Landschaft etwas mystisches. Aber genau das erwartet man ja von Schottland…

Veröffentlicht von tomritschel

Mit 8 sollte ich mir eine AG in der Schule auswählen. Kaum jemand wollte in die AG Foto. Dann eben ich. Ausgerüstet mit einer nagelneuen Beirette bin ich dann einmal wöchentlich bei Herrn Braun aufgekreuzt und habe Filme entwickeln und Fotos vergrößern gelernt. Und habe mich dabei mit dem Fotovirus angesteckt. Viele Jahre später habe ich dann die analoge Mittelformatfotografie entdeckt und den Reiz, auf den Straßen Motive zu finden. Inzwischen fotografiere ich mit alle, was Bilder macht und ohne Festlegung auf ein Genre. Einfach, weil es so viel Spass macht und jedes Bild eine Erinnerung in sich trägt.

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