Ostsee, die dritte (Jasmund)

Warnung: Der folgende Artikel enthält ziemlich viele Fotos von Wasser, Felsen / Steinen und Bäumen. Wer auch nur eines dieser Motive öde findet, möge unverzüglich auf den Zurück-Button klicken… Alle anderen sind herzlich eingeladen, mit mir einen kleinen visuellen Ausflug auf den Jasmund zu unternehmen!

Die Halbinsel Jasmund – wie auch der gleichnamige Nationalpark – ist Teil der wunderschönen Ostseeinsel Rügen ganz im Nordosten dieses unseres Landes. Der geneigte Leser (und die Leserin ebenfalls) wird sich jetzt am Kopf kratzen und fragen: Moment mal – Ostsee? War da nicht schon mal was?

Aber ja doch! Meine Begeisterung für jene Ecke Deutschlands ist so groß, dass dies hier nun schon mein dritter Artikel dazu ist – und damit habe ich noch immer nicht mein ganzes Pulver verschossen! (Wen es interessiert: hier sind die bisherigen Artikel Nummer eins und zwei zu finden.)

Es begab sich aber zu jener Zeit im Herbst 2019, dass ich von meinen Foto-Freunden aus Husum eingeladen wurde, zusammen mit ihnen ein langes Wochenende an der Ostsee zu verbringen. Die haben das schon öfter gemacht, und es wird und wird ihnen einfach nicht langweilig. Hier sieht man den hochkonzentrierten Steffen bei der Arbeit:

Vom Gespensterwald bei Nienhagen (westlich von Rostock, also nicht auf Rügen) habe ich ja schon geschwärmt. Und was kann ich jetzt sagen? Der Jasmund ist anders, aber auch sagenhaft schön und absolut vielfältig. Auch ganz ohne Fotoapparat könnte man dort eine tolle Zeit verbringen.

Aber warum sollte man…?

Sehr gut hat mir gefallen, dass es verschiedenste Landschaften auf ganz kleinem Raum gibt, und alle haben ihren ganz eigenen fotografischen Reiz. Ob man die Steilküste mit den berühmten (und nicht ungefährlichen!) Kreidefelsen mag, oder den Kiesstrand zur schaumigen Ostsee hin, oder natürlich die schier endlosen Buchenwälder auf der Hochfläche – hier ist für jede und jeden etwas dabei! Zumal man natürlich auch zu verschiedenen Tageszeiten ganz unterschiedliche Stimmungen erleben kann.

Am Tag unserer Anreise sind Steffen und ich ein erstes Mal runter an den Strand und haben das silbrige Licht in Szene zu setzen versucht. Davon stammen die ersten vier Aufnahmen hier.

Tags drauf sind wir dann in aller Herrgottsfrühe zu viert (Michael und Peter waren inzwischen zu uns gestoßen) aufgebrochen, um durch die Wälder zu stiefeln und den Morgen am Kieler Ufer (benannt nach dem gleichnamigen Bächlein) zu erleben. So ungewöhnlich war der Anblick von vier „schweren Jungs“ mit großen Rucksäcken und Stativen, dass wir noch am Wanderparkplatz im Wald von einer Polizeistreife angehalten und kontrolliert wurden. Das hätte uns fast um den Sonnenaufgang gebracht! Die haben Nerven…

Aber es ist noch mal alles gutgegangen.

Wie gesagt, die Küste und der Strand und das wunderbare Meer, das ist nur die eine Seite des Jasmunds. Eine Etage höher sieht die Welt ganz anders aus. Und obwohl ein Herbststurm kurz vor unserem Besuch einen beträchtlichen Teil des schönen Laubs von den Bäumen gefegt hatte, konnte man (lies: ich) sich einfach nicht sattsehen an den Buchen.

Und von wegen, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Um mich nicht dem Vorwurf auszusetzen, ich würde nur Pflanzen und Steine und Wasser aufnehmen, kommt jetzt ein Tier. Und ein hübsches noch dazu.

Der Herbst hat doch immer seinen Reiz.

Irgendwann zollt man aber den Tribut fürs frühe Aufstehen und die Polizeikontrolle. Dann wird ausgeruht, getrunken, gegessen und geschnackt.

Man beachte die gefährliche Neigung der Buchen am linken Rand. Hin und wieder bricht eben doch mal ein Stück ab. Dann möchte man nicht zu nah an der Kante gestanden haben. Steffen wurde auch nicht müde, uns immer und immer wieder zu ermahnen, dass wir genügend Abstand halten sollen. Erst recht im Bereich der berühmt-berüchtigten Wissower Klinken.

Aber selbst mit Sicherheitsabstand hat man noch das Gefühl, nah dran zu sein, ja mitten drin in dieser tollen Szenerie.

Einen Pfeil habe ich noch im Köcher: Einen Artikel wird es noch geben mit Fotos von der Ostsee, dann ist diese kleine „Tetralogie“ vollständig. Seid Ihr schon gespannt?

Veröffentlicht von Sebastian

Geographer, naturalist and photographer (www.schroeder-esch.de). Based in Germany, but always keen to travel and explore

2 Kommentare zu „Ostsee, die dritte (Jasmund)

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