Das Leben ist zu kurz für irgendwann

Die letzten Wochen war es hier auf unserem Blog etwas ruhig um mich. Mein letzter Eintrag ist vom 11. September 2022 und doch kommt es mir so vor, als hätte ich ihn erst gestern geschrieben und als wäre der Ausflug Ende Juni in den Nordschwarzwald zu meinem lieben Kollegen @horstmaier vor wenigen Stunden gewesen, dabei habe ich zwischenzeitlich auch schon wieder so viel erlebt! Ist es nicht verrückt, wie schnell die Zeit vergeht?

Manchmal wünsche ich mir, wir könnten die Zeit für einen Augenblick anhalten oder Erinnerungen in ein Marmeladenglas stecken, um an weniger schönen Tagen die erlebten Momente noch einmal herausholen zu können und im Moment genießen zu dürfen. Im Sprachgebrauch auch gut bekannt als „Marmeladenglasmomente“ . Für mich gehört hier ganz klar meine Zeit in der Natur dazu. Nach meinem Besuch im Nordschwarzwald durfte ich solche Momente für mein Marmeladenglas unter anderem bei vielen schönen Wanderungen erleben. 

Den Sommerurlaub verbrachten mein Freund und ich im Aostatal in Italien. Im Aostatal befindet sich der Nationalpark Gran Paradiso. Dieser ist ein Eldorado für Wanderer und Landschaftsbegeisterte. Von insgesamt 14 Tagen schnürten wir 7 Tage lang unsere Wanderschuhe und erkundeten dort Mutter Natur. Highlights waren hier definitiv unsere Sonnenaufgangswanderung auf den Mont Roissetta auf 3.334 m und die Begegnung mit den Steinböcken bei unserer letzten Wanderung.

Nach der Rückkehr aus unserem Italienurlaub hatte ich von Wandererlebnissen jedoch noch nicht genug (wie kann man auch nur? :-)) und plante bereits die nächste Tour in meiner Heimat. Mein Weg führte mich dann vom Hausberg Hochblauen über Schloss Bürgeln, die St. Johannisbreite, das Eggenertal zum Ziel nach Schliengen. Eine herrliche Wanderung bei sehr warmen Temperaturen.

Ein ganz besonderes Wanderhighlight war für mich Ende September die drei Westwegetappen von Pforzheim bis hoch hinauf zum Hornisgrindeturm: Drei Tage, 80 Kilometer, 2.570 Höhenmeter aufwärts und 1.660 Höhenmeter abwärts. Dieses Jahr habe ich mir die Etappe von Basel über Kandern, Hochblauen, Belchen und den Abschluss beim Wiedener Eck vorgenommen. Ein Bericht hierüber wird dann definitiv folgen 🙂

An dieser Stelle muss ich mich als „Bergdoktorfan“ zu erkennen geben. Angefangen zu schauen habe ich die Serie nur wegen der wunderschönen Landschaft. Wie das aber so ist, steckt man plötzlich dann im Serienfieber drin und möchte immer wissen, wie die Geschichte weitergeht. Anfang Oktober wurde ich von meinem Freund mit einem Urlaub in Söll, Österreich, überrascht. Die ganze Autofahrt über war mir das Ziel nicht bekannt. Als auf einem Straßenschild dann „Ellmau“ stand, wusste ich, wo die Reise hingeht. Die Freude war riesig und die Überraschung mehr als gelungen. Die Ortschaft Söll, wenige Kilometer entfernt von Ellmau, liegt am Fuße des „Wilden Kaisers“ und ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie wunderschön es dort ist? An einem Morgen gingen wir beispielsweise früh los zum „Bergsteigergrab“ zum Sonnenaufgang mit spektakulärem Blick ins Tal, spazierten einen Tag zuvor eine Runde um den Hintersteiner See und erkundeten den Wald in der Nähe vom Astberg.

Wieder zu Hause angekommen zog es mich so oft wie möglich raus in den Wald. Jede freie Minute wurde dabei ausgenutzt, beispielsweise im Müllheimer Eichwald, in Schweighof, im Auggener Wald, auf der Schlienger Eckt, im Hochschwarzwald, bei Schloss Bürgeln oder der Schwärze in Badenweiler. Jeder Ort hat für mich eine ganz besondere Energie.

Im Herbst gibt es für mich nicht Schöneres als die Inversionswetterlage auf dem Hochblauen zu genießen. So verbrachte ich im Oktober und November viel Zeit auf dem Hochblauen. Den Nebel unten im Tal zu beobachten und die Sonne oben auf dem Berg zu genießen, ist einfach unglaublich schön. Besonders zu erwähnen sind hier die spektakulären Sonnenuntergänge.

Anfang Dezember gab es ein persönliches Highlight für mich: Mit einem Stand bei der „Weihnachtsduftigen Warteck“, ein Kunst- und Handwerksmarkt in Niederweiler, durfte ich meine Fotografien, meinen Jahreskalender 2023 und Postkarten präsentieren und mit den lieben Besuchern vor Ort ins Gespräch kommen. Ein sehr aufregender und emotional überwältigender Tag für mich. Wenige Tage zuvor wurde ich von der Badischen Zeitung interviewt. Der Artikel wurde ein Tag vor dem Markt in der Badischen Zeitung veröffentlicht. Den Link dazu stelle ich hier gerne nochmals online.

So schnell wie dann die Adventszeit kam, so plötzlich war dann auch wieder Weihnachten. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es mit meiner Familie nach Freiburg zum Mittagessen und dort durften wir auch etwas eher seltenes erleben: die ganze Freiburger Innenstadt war fast menschenleer.

Lange fiebert man auf die Weihnachtszeit, die ruhigen Tage hin und dann ist diese Zeit doch wieder so schnell vorbei. Silvester war nur noch ein Katzensprung entfernt und Neujahr stand vor der Tür.

Das Jahr 2023 steht nun am Anfang. Viele Menschen setzen sich ihre ganz persönlichen Ziele und Vorsätze wie mehr Fitness, gesundes Essen, aufhören zu rauchen etc. Mein persönliches Ziel für 2023 ist, so weiter zu machen wie das Jahr 2022 für mich aufgehört hat: Jede freie Minute in der Natur verbringen, auf mein Herz zu hören und mich noch mehr mit den Pflanzen, Tieren und Zusammenhängen der Natur zu befassen.

Wie meine Artikelüberschrift schon sagt „Das Leben ist zu kurz für irgendwann“, möchte ich Euch mit meinem Beitrag motivieren Abenteuer zu erleben, diese im gegenwärtigen Zeitpunkt zu genießen und als Erinnerungen fest im Herzen zu verankern oder in Euer persönliches Marmeladenglas zu stecken.

Auf ein wunderschönes und unvergessliches Jahr 2023!

Veröffentlicht von heimatfotograefin

"Dorfmaidle" mit viel Liebe zur Heimat Schwarzwald & der Landschaftsfotografie

12 Kommentare zu „Das Leben ist zu kurz für irgendwann

  1. Ein toller Blogbeitrag und wie immer traumhaft schöne Bilder, die das Herz für einen kurzen Augenblick mit ein bisschen Heimatliebe füllen 🙂 Danke!

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  2. Tolle Fotos und ein super Blogbeitrag! Hat man gerne bis zum Ende gelesen! Du kannst mir gerne im Büro noch ein paar Ellmau-Geheimtipps verraten! Danke ☺️

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  3. Hallo Jasmin, ein wunderschöner Beitrag mit vielen tollen Erlebnissen, die du super in Bilder umgesetzt hast. Für mich auch ein emotionaler Augenblick der in die längere Vergangenheit führt, wo ich einige Zeit im Aosta Tal und dem Mont Blanc verbringen durfte, intensivere Fels – und Eiskletterei inclusive. Dann die Bilder aus der Heimat, die einfach nur wunderschön ist.
    Danke dafür, liebe Grüße aus Freiburg
    Bernd

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    1. Hallo Bernd, herzlichen Dank 🙂 Das klingt ja wahnsinnig spannend! Wir werden definitiv nicht das letzte Mal in dieser schönen Region gewesen sein! Liebe Grüße aus Neuenburg, Jasmin

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    1. Hallo liebe Angelika, vielen lieben Dank! Deine Nachricht freut mich ganz besonders. Ganz liebe Grüße, Jasmin 🙂

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