Warum Fotografie?
Warum nicht Töpfern oder Bogenschießen? Was macht für mich die Faszination und den Reiz dieses Hobbys aus? Ich bin sicher nicht der einzige Mensch hinter der Kamera, der sich diese Frage hin und wieder stellt.
Die häufigste Antwort darauf dürfte wohl sein: „Es macht Spaß und ist kreativ“. Das ist absolut richtig, aber das trifft auf die meisten handwerklich orientierten Hobbys zu und diese Antwort ist mir fast eine Spur zu einfach, geht aber schon in die richtige Richtung.
Fotografie ist trotz allem digitalen Schnickschnack ein (Kunst-) Handwerk, d.h. ich entwickle eine Idee oder lasse mich inspirieren und schaffe mit meinen Händen ein ganz individuelles Ergebnis. Nun kann man sich zu Recht fragen, ob Serienaufnahmen mit 30 Bildern/Sekunde nicht schon eher einer industriellen Massenproduktion gleichen, aber mir geht es vielmehr um die Frage, ob eine digitale Datei als künstlerisches oder dokumentarisches Endergebnis die gleichen Emotionen wie Freude und Stolz auslösen kann wie eine selbstgetöpferte Vase oder ein anderes handgefertigtes Kunstwerk.
Ich meine ja!
Dabei ist es egal, ob es sich um einen Schnappschuss oder eine sorgfältig geplante Bildkomposition handelt. Es spielt für mich auch (fast) keine Rolle, ob und wem das Bild sonst noch gefällt und ob es in den sozialen Medien Erfolg haben könnte. Natürlich freue ich mich, wenn ich ein Feedback zu meinen Bildern bekomme, aber wenn ich mit dieser Schere im Kopf fotografieren würde, hätte ich die Lust am Fotografieren längst verloren.
Im Laufe eines fotografischen Jahres gibt es aber immer eine kleine Anzahl Bilder, die sich so sehr von den anderen unterscheiden, dass sie mich zum Staunen bringen.
Mich selbst immer wieder zu überraschen – das ist einer der Gründe (neben vielen anderen), warum ich fotografiere.
Welches ist dein Lieblingshobby, und stellst auch du dir manchmal die Frage nach dem Warum?







































































