Viel Schnee, wenig Schnee…?

Ich schreibe aus dem Schwarzwald, dem höchsten Mittelgebirge in Deutschland. Der Winter 2019/20, so ist die einhellige Meinung hierzulande, war ein ziemlicher Murks. Gut, er mag vom Kalender her noch nicht ganz vorbei sind, aber allzugroße Erwartungen hat wohl niemand mehr. Einfach viel zu wenig Schnee. Sagen zumindest die Wintersportler.

Was aber heißt das fürs Fotografieren?

Ich war dieser Tage mal wieder am Feldberg unterwegs, der „höchsten außeralpinen Erhebung Mitteleuropas“, wie es auf Fachchinesisch heißt. Ich bin dort in den letzten Jahren berufsbedingt viel gewesen, auch in den Wintermonaten. Und natürlich kann es fantastisch schön sein, wenn über der Landschaft ein dichter Schneeteppich liegt und Bäume (zumindest die kleineren) nur noch als Hubbel unter der weißen Decke zu erahnen sind. Ja, das ist sehr reizvoll!

Aber ist es im Umkehrschluss so, dass wenig Schnee, oder vielleicht sogar überhaupt kein Schnee, die Szenerie weniger attraktiv macht? Ich meine, nein.

Wie gesagt, ich war vor ein paar Tagen mal wieder oben und bin von der Bushaltestelle am Notschrei aus (ja, der Pass heißt wirklich so) über den Stübenwasen bis zum Haus der Natur gelaufen. Es hatte nachts wohl frisch geschneit, aber eben überhaupt nicht viel. Die Schneedecke war ziemlich dünn, und überall haben Bäume, Büsche, Sträucher etc. rausgeschaut. Besonders an solchen Stellen, wo ordentlich der Wind bläst, wie etwa rund um den Stübenwasen-Gipfel.

So, und ich vertrete nun die Meinung, dass das in der Tat sehr reizvoll sein kann – auch und gerade für Landschaftsfotografie. Es werden mit einem Mal Strukturen sichtbar, die sonst vielleicht nicht weiter auffallen würden. Vieles bekommt durch die weiße Unterlage eine Art grafische Anmutung, zumal die Schneeflächen wie ein großer Reflektor wirken können. Auch die Farbigkeit der Landschaft ändert sich und wird oftmals zarter und subtiler. Schön!

Spätestens beim untersten Bild der Reihe wird deutlich, dass ich an jenem Tag nicht mit irgendwelchem High End-Equipment unterwegs war, sondern mit meiner einfachen Handy-Kamera. Aber mir geht es hier ja insbesondere um die Motive an sich.

Und mein Fazit lautet: Zum Fotografieren brauche ich keine Schneemassen, der zu Ende gehende Winter kriegt also von mir gar nicht mal so schlechte Noten…

Vom Mit-Rauchen

Also eigentlich bin ich ja strikter, um nicht zu sagen: militanter Nichtraucher. Mal abgesehen davon, dass ich selber nicht zum Glimmstengel greife, werde ich auch ungern von Dritten vollgequalmt.

Typischer Fall: Man steht unschuldig an einer Bushaltestelle, es stellt sich jemand neben einen… – und hat nichts Besseres zu tun, als hastig drauflos zu quarzen, wie wenn es kein Morgen gäbe. Sowas nervt mich kolossal. Oft gehe ich dann extra ein paar Meter weg und werfe böse Blicke (aus sicherer Entfernung).

Das ist die eine Seite.

Und das ist die andere Seite: ein Kellner, es ist gerade nicht so viel los im Straßenlokal, stellt sich kurz auf die Seite, lehnt sich entspannt an die Hausmauer und steckt sich in aller Ruhe eine Zigarette an. Die Augen halb geschlossen, nimmt er friedlich und genießerisch einen ersten Zug und dann noch einen und irgendwann noch einen. Ohne Hektik, ohne Stress, einfach nur Pause und Genuss.

Ich denke ziemlich oft an diese Szene, die ich vor einigen Jahren in Italien beobachten (und fotografieren) konnte. Das überrascht mich selber. Ob ich den Mann wohl insgeheim beneide? Oder ich ihn mir irgendwie zum Vorbild nehme? Wer weiß!

Froh bin ich jedenfalls darum, Zeuge dieser kleinen Begebenheit gewesen zu sein und ein Foto davon zu haben.

Mittagssonne – na und?

Viele Fotografen scheuen das grelle Licht der Mittagssonne.
Manchmal aber ist sie einfach da, steht mit voller Kraft am blauen Himmel und dann hat man zwei Optionen: Entweder Kamera einpacken und frustriert ein Eis essen gehen oder sich dem Licht stellen (und im Anschluss das Eis zufrieden genießen)

Ein Gewitterschauer kann auch schöne Spuren hinterlassen.

Vielleicht liegt es an der sengenden Hitze oder am Flüssigkeitsmangel, dass man sich plötzlich für Tierchen erwärmt, die man sonst eher …….

Verschwitzt und mit dem einen oder anderen Tierchen mehr im Haar und Gepäck hat man dann doch genug von der Sonne, freut sich auf das Eis und träumt von Winterspaziergängen im verschneiten Schwarzwald.

Auf der Suche nach dem goldenen Licht

 

So, oder so ähnlich, könnte es heißen. Heldenhaft und ja, glorreich. Aber, in den meisten Fällen sieht es anders aus wenn Fotografen auf Tour gehen. Also zumindest bei mir.

Ich liebe die frühen Morgenstunden, keine Frage, dieses ganz besondere Licht, die Stille bevor der Tag richtig erwacht. Ehrlich. All das liebe ich. Aber, ich bin definitiv nicht dafür gemacht früh aufzustehen.

Um dieses Foto aufzunehmen, es entstand im wunderschönen oberen Donautal, musste ich um drei Uhr raus. D. R. E. I. Uhr. Ihr werdet vielleicht denken, „stell dich nicht so an Junge“. Doch ihr solltet mich mal um diese Uhrzeit erblicken, dann würdet ihr verstehen. Selbst mein Spiegel würde sich liebendgerne verhüllen, wenn er könnte. Aber dennoch. Ich tu es, das Aufstehen und ich tu es öfter als man meinen möchte wenn man die vorherigen Zeilen gelesen hat. Denn ich liebe die frühen Morgenstunden und alles was Sie uns geben. Das goldene Licht. Die Stille, die Farben und die Möglichkeit zumindest das Licht und die Farben in unseren Bildern festzuhalten. Deshalb begebe ich mich immer öfter auf die heldenhafte Suche nach dem goldenen Licht, fast schon wie eine persönliche Quest und IHR solltet es mir gleich tun. In diesem Sinne, bleibt neugierig