Im Schwarzwald gibt es ja nicht nur Bäume, Bäche, Berge und tolle Wanderwege. Nein. Es gibt noch ein anderes, verstecktes Reich. Das Reich der Pilze. Um sie zu finden, muss man sich oft auf ihre Ebene begeben und Die, ist meistens direkt zu unseren Füßen.
Diesen heimlichen Lebewesen haftet oft was Mystisches, Geheimnisvolles, ja manchmal sogar Unheilvolles an. In einigen Sagen z.B. oder im Volksmund kommen sie nicht so gut weg, in anderen hingegen wieder durchaus positiv.
Nehmen wir mal die sogenannten Hexenringe oder Feenringe als Beispiel. Die beiden Namen sagen da schon viel aus, oder? Also, Hexen- bzw. Feenringe, das sind Pilze, die die Eigenart besitzen, im Kreis zu wachsen. Der wird übrigens mit jedem Jahr im Durchmesser größer, das heißt natürlich, auch älter. Es wurden schon Feenringe gefunden mit einem imponierenden Durchmesser von mehreren hundert Metern und mit einigen hundert Jahren auf dem Buckel.
Die Skandinavier und Kelten glaubten, dass die Ringe dadurch entstünden, dass an diesem Ort Elfenwesen tanzten und ihr Erscheinen, vor allem in mondbeschienen Nächten, von diesem Spektakel zeugen würde. Bei den schottischen Sagen heisst es, die Elfen würden die Pilze als Tische benutzen, für Speis und Trank.
Schöne Geschichten, nicht wahr?
Aber es soll ja um etwas anderes gehen heute. Wer mich kennt, weiß, das ich solche Geschichten durchaus schätze. Allerdings schätze ich auch den fotografischen Wert dieser kleinen Heimlichtuer.
Vor nicht allzu langer Zeit stieß ich im Netz auf Fotos und Artikel, die beschreiben, wie man Pilze ins rechte Licht setzt. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Sie werden mit Leuchtmitteln illuminiert und fotografiert .
Ich war so fasziniert, das ich sofort losgelegt habe. Es war die richtige Jahreszeit dafür, meinem Vorhaben stand also nichts im Weg. Bewaffnet mit meiner Kamera, dem Makroobjektiv (wobei man durchaus auch andere Objektive nutzen kann) und diversen Taschenlampen, zog ich los und setzte mein Vorhaben in die Tat um.





Ihr seht an diesen Beispielbildern, es hat für den Anfang ziemlich gut funktioniert. Wenn ihr das ausprobiert, werdet ihr feststellen, das nicht jeder Pilz gleichgut „leuchtet“, aber das soll dem Vorhaben keinen Abbruch tun. Hier kann man seine Kreativität voll ausleben, sei es mit unterschiedlichen Leuchtmitteln oder mit andersfarbigem Licht, oder mit was auch immer – das bleibt voll und ganz euch überlassen. Aber ihr solltet es auf jeden Fall ausprobieren, denn es macht unglaublich viel Spaß.
Ich werde dieses Jahr sicher wieder losziehen, um Pilze ins rechte Licht zu rücken und um ehrlich zu sein, ich kann’s kaum erwarten.
In diesem Sinne, bleibt neugierig, und btw.: manche Pilze lassen sich nicht nur gut ablichten, sondern sie schmecken auch hervorragend. 🙂













Sodann fuhren wir heute mit getrennten Autos kurz nach fünf Uhr auf Richtung Westerhever. Auch wenn es schon ein wenig schmerzte, als der Wecker klingelte, so entschädigt die einmalige Ruhe morgens immer wieder – dann, wenn das Leben so langsam erwacht.
Zwischenzeitlich ist Steffen angekommen. Mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand haben wir uns begrüßt.




































