Der Feldberg. Der Höchste im Schwarzwald. Man hört immer wieder von ihm. Naturschutzgebiet, Wintersportgebiet, Besuchermagnet.
Da ich ihn noch nie besucht habe, obwohl ich im Schwarzwald lebe, musste ich das natürlich nachholen.
Ich habe das Glück das meine Blogkollegin Steffi und ihr Mann in der Region leben, sodass ich bei ihnen unterkommen konnte und Steffi mit mir auf Fototour ging. Als Guide sozusagen.
Am ersten Tag hatten wir uns einiges vorgenommen. Morgens zum Feldsee und Abends zum Sonnenuntergang auf das Herzogenhorn. Dem zweithöchsten Berg im Schwarzwald. Wandern war also angesagt und das nicht zu knapp.
Das erste was mir auffiel, als wir am Feldberg ankamen war, wie sehr der Berg touristisch genutzt wird. Verschiedene Hütten, Hotels und ein riesen Parkhaus. Im Winter dann alles auf den Skisport ausgelegt mit diversen Hütten für Apres ski Partys und der dazugehörigen Musik. Das muss man mögen oder auch nicht. Mein Ding ist es nicht, da ich finde, das sich das mit dem Naturschutz nur schwer vereinbaren lässt. Aber das ist meine Meinung. Es gibt ja viele Menschen die das durchaus nutzen.
Nichtsdestotrotz wollten wir ja fotografieren gehen. Also raus aus dem Touristischen Rummel und rein in den Bannwald in Richtung Feldsee. Das sind tatsächlich zwei Welten. Hier herrschte das Licht und Schattenspiel des Waldes vor. Es war deutlich kühler, was eine Wohltat war, denn draussen brannte die Sonne und es war ziemlich heiss.
Wurzelbewachsene Wege und das für Bannwälder typische Totholz begleiteten uns auf unserer Wanderung nach unten. Schattige Wälder und moorige Feuchtwiesen mit ihre einzigartigen Pflanzen wechselten sich ab und boten uns viele tolle Fotomotive






Der blaue Eisenhut hat es mir angetan, er stand dort im Schatten des Waldes und wurde auf eine bezaubernde Art und Weise von der Sonne angestrahlt. Ein Licht welches nur die Natur hervorbringen kann. Großer Wiesenknopf und blauer Sumpfstern, bzw. Moorenzian rundeten das Bild ab. Herrlich anzuschauen.
Ein besonderes Highlight auf dem Weg zum Feldsee, war für mich die Begegnung mit dem seltenen Dreizehenspecht. Er lebt hauptsächlich in montanen Gebieten über 1000m und kommt am Feldberg erst seit ein paar Jahren wieder vor. Was ein Glück.
Am Feldsee angekommen gab es ein stärkendes Mittagessen am Reimartihof, bevor wir unsere Tour fortsetzten. Verzeiht mir das bisschen Werbung, aber es war sooo lecker.






Auf unserer Umrundung des Feldsees probierte ich eine Technik des Fotografierens aus, auf die mich Steffi brachte. Die sogenannte Wischtechnik. Durch die Bewegung der Kamera oder des Zooms während der Belichtung, lassen sich abstrakte Fotografien erzeugen die ihren eigenen Charme haben wie ich finde. Es enstehen zum Teil geheimnissvolle Licht und Farbstimmungen die beim Betrachten unsere Fantasie anregen. Ich werde das sicher öfter ausprobieren, da es unglaublich viel Spass macht und die Ergebnisse oft überraschend schön sind.
Nach unserem Ausflug an den Feldsee, ging es, nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen, auf zum nächsten Ziel, dem Herzogenhorn. Dort hofften wir auf einen tollen Sonnenuntergang. Mittlerweile war unsere Gruppe auf fünf Fotobegeisterte angewachsen und so machten wir uns auf den Weg zum Gipfel.
Das war mal eine schweißtreibende Aktion. Bei hochsommerlichen Temperaturen und dem schweren Fotorucksack auf dem Rücken, kamen wir mächtig ins Schwitzen. Aber der Ausblick, der sich uns dann bot, ließ das schnell vergessen.





Mittlerweile war es spät und wir machten uns auf den Rückweg zum Parkplatz. Dieser Tag hatte für uns einige positive Überraschungen auf Lager und wir waren zwar müde aber Glücklich.
Am nächsten Morgen machten Steffi und Ich noch einen kurzen Ausflug ins Naturschutzgebiet Utzenfluh. Dort wollten wir die seltene rotflüglige Ödlandschrecke ablichten. Ein Insekt, das leider auf der roten Liste steht und nur noch an einigen wenigen Orten in Deutschland vorkommt.
Wir hatten Glück und konnten einige Exemplare auf Foto bannen. Aber auch der Russische Bär und eine Raubfliege gaben ein Stelldichein



Mit diesen Fotos endete auch schon mein erstes Wochenende in der Feldbergregion. Ich werde definitiv wieder kommen, da es dort oben noch so viel schönes zu entdecken gibt. Aber auch die tolle Gastfreundschaft die ich geniesen durfte, machten die Tage besonderes.
Wenn ihr den Feldberg mal besucht, haltet die Augen offen nach den Naturwundern die es dort oben gibt, ihr werdet es nicht bereuen.
In diesem Sinne. Bleibt neugierig!































































